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Das Fach Latein

 

 

Die griechisch-römische Antike stellt den gemeinsamen Ursprung des zusammenwachsenden modernen Europa dar und prägt seine Werte zusammen mit dem jüdisch-christlichen Gedankengut von der Antike bis heute maßgeblich.

Latein eröffnet einen Zugang zur Antike und den folgenden Epochen und begründet in einzigartiger Weise die Erweiterung kulturellen Wissens und interkultureller Kommunikation.

Latein als eine der Basissprachen Europas spannt durch die Berücksichtigung der lateinischen Literatur aus Altertum, Mittelalter und Neuzeit eine Brücke zwischen Antike und Moderne und trägt so entscheidend dazu bei, einerseits ein Bewusstsein europäischer Identität, andererseits einen vorurteilslosen Umgang mit fremden Kulturen zu schaffen.

 Viele Fragen und Themen der römischen Antike sind von zeitloser Gültigkeit und betreffen die eigene Erfahrungswelt der Jugendlichen. Diese „Zeitlosigkeit“ verhilft ihnen zu guter Orientierung in Zeiten beständigen Wandels: Eine gute Allgemeinbildung veraltet nie! Andererseits schärft gerade die „Fremdheit“ der Antike den kritischen Verstand der Schüler. Sie lernen über den Tellerrand der eigenen Befindlichkeit zu blicken und wissen, dass es auch „anders geht“: Dieser kreative Vorsprung lohnt allemal die Mühe der zusätzlichen Fremdsprache, zumal dann, wenn die durch die Kenntnis der Muttersprache Europas gegebene Entlastung beim Erlernen weiterer Fremdsprachen spürbar wird.

Es sind jedoch nicht nur die Vorteile beim Fremdsprachenlernen, die die Beschäftigung mit Latein sich lohnen lassen. Latein ermöglicht den Schülern vertieften Umgang mit Sprache an sich wie kaum ein Fach: Nicht nur Latein wird gelernt; auch und gerade die muttersprachliche bzw. deutsche Sprachkompetenz – die ja nicht nur fürs Abitur, sondern auch in der Arbeitswelt von heute gefordert ist – wird gefördert und somit die Integration in unsere moderne Gesellschaft erleichtert. Liegt die Verknüpfung mit anderen Sprachen wie dem Deutschen also auf der Hand, ist die mit anderen Fächern ebenso wenig von derselben zu weisen. So bieten sich namentlich Kunst und Geschichte für fächerübergreifenden Unterricht an, der auch in Berlin nicht allein aufs Klassenzimmer beschränkt zu sein braucht. Die Berliner Museumslandschaft eröffnet dem Betrachter vielfältige Einblicke in die Antike, zahlreiche lateinische Inschriften belegen die Spuren der romanitas in unserer Stadt. Stätten wie Kalkriese oder Trier stehen neben anderen für Kursfahrten bereit.

Schließlich eröffnen die modernen Medien zahlreiche Möglichkeiten, Reisen in die Antike oder gar Rom in den Unterricht einzubeziehen. Ihre Nutzung ist daher unverzichtbarer Bestandteil modernen Lateinunterrichts.

Zuletzt sollte nicht unerwähnt bleiben, dass das Latinum für viele Studiengänge Voraussetzung ist. Es bereits in der Schule erworben zu haben, trägt nicht unerheblich zur Senkung der Studiendauer bei.

 

 

 Latein als 3. Fremdsprache


 In der 8. Klasse wählen alle Schüler ein Wahlpflichtfach. Neben Französisch bietet unsere Schule auch Latein als 3. Fremdsprache an.

Da man Latein nur in der 8. Klasse beginnen kann, möchte ich euch und Ihnen das Fach vorstellen und einige Gründe nennen, die für das Lateinlernen sprechen:

1. Als „Mutter“ der romanischen Sprachen leistet Latein einen wichtigen Beitrag beim Erlernen von  Fremdsprachen wie Französisch und Spanisch.

 2. Lateinlernen vertieft die Sprach- und Grammatikkenntnisse, vermittelt Sicherheit in der deutschen  Grammatik und hilft beim Verstehen von Fremdwörtern.

 3. Die Übersetzungsarbeit im Lateinunterricht fördert den Erwerb wichtiger Lern- und Arbeitstechniken. Die logische Art des Denkens, Beobachtungs- und Konzentrationsfähigkeiten  werden geschult, das Denken in größeren Zusammenhängen geübt.

 4. Der Lateinunterricht vertieft die Allgemeinbildung, da eine weit gefächerte Beschäftigung mit der  Geschichte, Mythologie, Philosophie, Kunst und Literatur einen Zugang zum Leben in der Antike und zu den Wurzeln der europäischen Kultur eröffnet.

 5. „Totgesagte leben länger“ – Obwohl Latein eine so genannte „tote“ Sprache ist, ist sie doch sehr lebendig, wie der Lateinunterricht, in dem die modernsten Medien zum Einsatz kommen, und  viele begeisterte Lateinsprecher, die Internet-Seiten betreiben und Nachrichten auf Latein  verfassen, beweisen.

 6. Das Latinum, das man am Ende der 12. Klasse ohne zusätzliche Prüfung ablegen kann, ist immer noch Voraussetzung für viele Studienrichtungen. 

 

Gymnasiale Oberstufe


 

  Am Anne-Frank-Gymnasium kann Latein als Grundkursfach mit drei Wochenstunden gewählt werden.

  Die Belegung des Grundkurses Latein ist Voraussetzung für den Erwerb des Latinums. Das Latinum erwirbt, wer das vierte Semester mit mindestens 5 Punkten (Note 4) abschließt.

 Im Fach Latein kann man eine schriftliche oder mündliche Prüfung ablegen. Latein kann ebenfalls als Bezugs- bzw. Referenzfach für die 5. Prüfungskomponente gewählt werden.

  Die Themen der einzelnen Semester orientieren sich am Rahmenlehrplan für die Sekundarstufe II und an den jeweils aktuellen Angaben zum Zentralabitur. Autoren des Zentralabiturs sind Caesar, Cicero und Sallust.