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Psychologie

Lehre vom Erleben und Verhalten des Menschen

Fragen an den Psychologieunterricht

Veröffentlicht von Henke (henke) am Sep 12 2013
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Kognitionspsychologie

Natürlich trainiert Moorhuhn-Schießen den kognitiven Apparat: Es verbessert die Auge-Hand-Koordination und die Fähigkeit, schnell zu reagieren. Außerdem lernt man strategisch zu denken: die kleinen Moorhühner weit hinten am Himmel wegen der vielen Punkte zuerst - und dann auf die Windmühle Dauerfeuer ... !

 

Sozialpsychologie

Moorhühner schießen macht genauso einsam wie Krimis lesen: Man zieht sich zurück, erlebt die Welt nun ganz alleine und ballert einsam in Gedanken vor sich hin. Lässt man dann aber in Gegenwart von  fortschrittlichen Eltern oder progressiven Lehrern die Bemerkung fallen, man sei im Training kurz vor den 1000 Moorhuhn-Punkten, dann kann dies heftiges soziales Verhalten auslösen!

 

 

  Lernpsychologie

Eines ist klar: Moorhuhn-Schießen ist aggressives Verhalten am Bildschirm! Innere Mitleidsreaktionen gegenüber beweglichen Bildschirmobjekten werden desensibilisiert und dadurch unwirksam gemacht. Folge: Die Hemmung gegenüber gewalttätigem Mausklicken wird deutlich herabgesetzt. (Dies funktioniert übrigens so ähnlich wie beim Anhören von "Rotkäppchen", wenn man sich vorstellen muss, wie die Großmutter gefressen, der Wolf erschossen und ausgeweidet wird!

 

 

Persönlichkeitspsychologie

Natürlich ist Moorhühner-Ballern ein eher extravertiertes Verhalten: Der Extravertierte fügt seinem Kortex immer stärkere Reize zu - wie auch beim Bungee- Springen oder beim Extrem-Bergsteigen. Er verlangt nach immer höheren Dosen kognitiver Erregung und lädt sich die "Rache der Moorhühner" herunter, während sein introvertierter Kollege immer noch versucht, nicht den Ballon zu treffen.

 

 

Psychobiologie

Klar ist die Jagdleidenschaft ein Instinktverhalten, das uns als Verhaltensdisposition aus der Urzeit geblieben ist. Gut funktionierendes Jagdverhalten gewährt dem Individuum und seinen Genen einen Selektionsvorteil - und dies bis heute: Wer den Computer so souverän beherrscht, und über 1000 Punkte kommt, zeigt, dass er der Zukunft gewachsen ist und für seine Nachkommen durchaus sorgen kann. Das macht Eindruck bei möglichen Geschlechtspartnern - oder nicht?

 

 

Klinische Psychologie

Sollte Ihre Moorhuhn-Schussaktivität über fünf Stunden täglich hinausgehen, und sollten Sie bei gelegentlichen Rechnerausfällen Entzugserscheinungen bekommen (Niedergeschlagenheit, Halluzinationen bis hin zu somatischen Symptomen wie Brechdurchfall oder Kopfschmerzattacken), die erst verschwinden, wenn der Rechner wieder läuft und die Moorhühner wieder gackern, so liegt bei Ihnen eindeutiges Suchtverhalten vor.

Aber pervers sind Sie wahrscheinlich nicht, denn pervers ist alles, was nicht normal ist!

 

Quelle: psychologielehrer.de 

Zuletzt geändert am: Jan 03 2014 um 02:32

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Unterrichtsumfang

Klasse 10    
2 Stunden pro Woche i.R. des Wahlpflichtunterrichts

für Q-1 bis Q-4
3 Stunden pro Woche als Grundkurs

Kann als 4. Prüfungsfach oder 5.Prüfungskomponente belegt werden.

Unterrichtsinhalte 

WPU Klasse 10 bis Kursphase Q1-4 
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Q-Phase  (Bitte klicken)