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"Ethisch werden

heißt wahrhaft denkend werden."

(Albert Schweitzer)

Currriculum

Veröffentlicht von Henke (henke) am Dec 13 2013
Ethikunterricht >>

 

Dementsprechend hat sich das Schulfach Ethik einem fächerübergreifenden Unterricht verschrieben, der sich durch einen multiperspektivischen und kritisch-hinterfragenden Blick auf Grundfragen des menschlichen Denkens, Seins, Zusammenlebens und auf eigene und fremde Wertevorstellungen auszeichnet und sich aufgrund dessen einer Vielzahl von verschiedenen. Materialien aus verschiedensten Sach-/Themengebieten, von verschiedenen Medien und Methoden bedient. Um dem interdisziplinären Charakter und lebensweltlichen Bezug des Faches noch stärker gerecht werden zu können, sieht der Ethikunterricht insbesondere die Arbeit an Projekten mit ethisch relevanten Fragestellungen sowie die Einbindung von außerschulischen Lernorten vor.

Gemäß dem Rahmenlehrplan Ethik Sek. I steht im Mittelpunkt aller Betrachtungen im Rahmen des Unterrichts die Frage nach dem guten Leben, wobei sowohl die verschiedenen Dimensionen (so z.B. Religion, Politik, Recht etc.) als auch die verschiedenen kulturellen Deutungen dieser zentralen Frage der Ethik/Philosophie unterstrichen werden sollen. Ziel ist die Ausbildung einer kritisch-reflektierenden Denkhaltung, die ihrerseits zu einem bewussten, verantwortungsvollen Handeln führen soll. Hierbei deutlich wird der Bezug zur Philosophie, die als Reflexions- und Metawissenschaft verstanden wird, deren zentrale Methoden das systematische Hinterfragen und vernunftgeleitete Nachdenken über unsere Lebenswelt sind. Darüber hinaus zeigt sich hier auch die Bedeutung des Faches Ethik und in der Oberstufe der Philosophie für die Kompetenzentwicklung in anderen Schulfächer: So schult das philosophisch-reflektierende Denken/Zweifeln die Analyse und Interpretationsfähigkeiten der Schülern und stärkt ihre Argumentations- und Urteilsbildungsfähigkeiten.

Kompetenzerwerb

Aus oben dargelegten Zielsetzungen ergeben sich drei für den Ethikunterricht zentrale Kernkompetenzen, die nicht trennscharf voneinander zu unterscheiden sind und die es gilt,durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen/Materialien und durch den Einsatz eines breiten Spektrums an angemessenen Methoden zu fördern':

  • Wahrnehmen und Deuten: umfasst das Erkennen und Deuten von ethischen Problemstellungen, das Abgrenzen ethischer und philosophischer Fragestellungen von anderen wissenschaftlichen Problemstellungen, den Erwerb und die Identifikation von verschiedenen ethischen Positionen und deren Vergleich sowie das kritische Einsetzen dieser zur Beantwortung/Klärung von ethischen Problemen
  • Perspektiven übernehmen: beinhaltet den Erwerb von Wissen um verschiedene menschliche Formen des Zusammenlebens, Weltanschauungen, Religionen und Handlungsweisen auch vor ihrem 'jeweiligen soziokulturellen und ideengeschichtlichen Hintergrund, den Vergleich von Eigenem und Fremdem sowie die Perspektivübernahme und Empathiebildung
  • Argumentieren und Urteilen: meint die Erarbeitung und Analyse von Argumenten und Argumentationslinien mit Blick auf deren Fundierung durch grundlegende ethische Prinzipien und deren Abstraktionsgrad, die Übertragung dieser Ideen und deren Konsequenzen für unseren Alltag, die Entwicklung und Bewertung eigener Lösungsvorschläge sowie die eigene fundierte Positionierung zu ethisch relevanten Problemstellungen und Konflikten

©El-Kassem

Zuletzt geändert am: Dec 13 2013 um 21:31

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Bei der Arbeit an den verschiedenen im Rahmenlehrplan vorgesehenen Themenfeldern greifen aufgrund eben beschriebener Zielsetzungen und Kompetenzentwicklungen verschiedene Dimensionen der Betrachtung in einander: So werden die ethischen Fragestellungen aus der Perspektive des Einzelnen, mit Blick auf die gesellschaftliche Relevanz und die ideengeschichtlichen Verortung betrachtet (individuelle, gesellschaftliche und ideengeschichtliche Perspektive).

Der Rahmenlehrplan für das Fach Ethik versteht sich als Spiralcurriculum, welches die mehrmalige Behandlung verschiedener Themen- und Problemfelder in den Jahrgangsstufen vorsieht, wobei inhaltliche Tiefe und philosophischer Abstraktionsgrad an die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler angepasst werden.

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